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Impressum
Rauchmelderpflicht 2017
Karin Paulo
Assistenz Geschäftsführung


Ab dem 01.01.2017 haben Vermieter, Mieter und selbst nutzende Eigentümer einer neuen Pflicht nachzugehen. Vermieter und selbst nutzende Eigentümer müssen Rauchwarnmelder in den Wohnungen einbauen und in Betrieb setzen. Mieter haben das Recht defekte Rauchwarnmelder vom Vermieter ersetzen zu lassen. Bereits installierte Rauchwarnmelder dürfen, nur wenn der  Vermieter zustimmt, weiter benutzt werden. Das Gesetz trat am 1. April 2013 zum ersten Mal in Kraft  und soll ab dem 1. Januar 2017 für alle Bewohner in NRW gelten.
Für Neu- und Umbauten besteht die Rauchwarnmelder-Pflicht bereits. Bis zum 31.12.2016 soll die Pflicht auch für Bestandswohnungen gelten.

Das Gesetz ist in § 49 Absatz 7 der Bauordnung NRW geregelt:
Die meisten Brandopfer sterben jedes Jahr nachts in den eigenen vier Wänden. Dabei ist der Täter nicht so sehr das Feuer, sondern der Rauch. Die Mehrheit stirbt an einer Rauchvergiftung. Zwei Drittel aller Brandopfer werden nachts im Schlaf überrascht. Rund 400 Menschen sterben jährlich in Deutschland an Bränden. Ursache für die Brände sind sehr oft technische Defekte. Experten warnen das schon drei Atemzüge in einem verrauchten Raum zu Bewusstlosigkeit führen können und im Schlaf zum Tod.

Im Schlaf kann unsere Nase keine Gerüche wahrnehmen, das bedeutet, dass ein Rauchmelder der beste Lebensretter für Sie sein kann. Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt.
Ein Rauchmelder warnt Sie auch im Schlaf vor der Brandgefahr durch einen lauten Alarm. Diese Warnung rettet wahrscheinlich Ihr Leben, bevor der Rauch tödlich wird oder Fluchtwege blockiert sind.

Warum ist ein Rauchmelder zwingend anzubringen?

Um den besten Schutz zu erlangen sollten Sie in jedem Raum Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus einen Rauchwarnmelder anbringen. Falls Sie Räume haben in denen viel Rauch, Staub oder Dampf entsteht, sollten Sie diese nicht ausstatten. In welchen Räumen Sie die Rauchmelder installieren müssen, wird in der Landesbauordnung von Nordrhein-Westfalen aufgeführt. In jedem Schlaf und Kinderzimmer sollte zur Sicherheit der Bewohner mindestens ein Rauchmelder angebracht werden. Alle Flure müssen zusätzlich mit Rauchmeldern ausgestattet werden, denn diese dienen als Rettungswege. Damit Sie so schnell wie möglich gewarnt werden, müssen die Rauchmelder in der Nähe von Gefahrenstellen, z.B. technischen Geräten (TV-Gerät) angebracht werden, so dass der Rauch so früh wie möglich erkannt werden kann. Ich empfehle, auch wenn die Rauchmelder-Pflicht das nicht vorschreibt jeden Wohnraum des Hauses mit einem Rauchmelder auszustatten.

Was ändert sich mit dem neuen Gesetz? 

Wo müssen die Rauchmelder angebracht werden? 

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„In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer, sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Dieser muss so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Wohnungen, die bis zum 31.03.2013 errichtet oder genehmigt sind, haben die Eigentümer spätestens bis zum 31. Dezember 2016 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten.´´ 
Die Rauchwarnmelder-Pflicht umfasst nicht die Warnung von Personen in anderen Wohnungen oder die Vermeidung von Sachschäden.
Wer muss die Rauchmelder installieren?
Als Eigentümer unterliegen Sie der Rauchmelder-Pflicht, d.h. Sie sind für den Einbau in Ihrer eigenen, selbstgenutzten Immobilie und ggfs. Ihrer vermieteten Immobilie verantwortlich.
Die Kosten für den Einbau muss der Eigentümer übernehmen. Um die Kosten weiterzugeben, haben Sie aber das Recht, elf Prozent pro Jahr der anfallenden Aufwendungen als Mieterhöhung geltend zu machen.
"Er muss die Geräte installieren und ist auch berechtigt, dafür einen Modernisierungszuschlag zu erheben in Höhe von jährlich elf Prozent der Anschaffungs- und Anbringungskosten", informiert der hessische Landesverband des Deutschen Mieterbunds (DMB).
 
Falls Sie Vermieter sind, unterliegen Sie der Pflicht die Rauchmelder zu besorgen, aber nicht zu installieren.
Kommen Sie als Vermieter zu dem Entschluss, die Anbringung und Wartung der Rauchmelder vertraglich auf die Mieter zu übertragen, dann müssen Sie zuallererst sicherstellen, dass sie physisch und psychisch in der Lage sind, die übernommene Aufgabe zu begreifen und ordnungsgemäß, nach Herstellerangaben, durchzuführen oder durchführen zu lassen.
Der Vermieter muss sich von der Installation und Betriebsbereitschaft überzeugen und sollte dies dokumentieren und vom Mieter unterschreiben lassen. 
Es besteht für Sie eine „Sekundärhaftung“ für die Überwachung desjenigen, dem vertraglich die Verpflichtung übertragen wurde.
Woher bekomme ich einen Rauchmelder und wie erkenne ich gute Qualität?
Gute Rauchmelder beginnen preislich bereits bei etwa 20 EUR. Im Baumarkt und im Internet werden Geräte für unter 10 Euro angeboten. Rauchmelder dienen der eigenen Sicherheit, daher sollte man nicht nur auf Schnäppchen achten.
Um verschiedene Rauchmelder qualitativ vergleichen zu können, muss man natürlich deren technische Daten verstehen. Auf folgende Faktoren müssen Sie achten: 
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• Batterie: Rauchmelder kommen oft mit fest installierten Batterien. Das heißt dass diese Batterien nicht ausgewechselt werden können.  Sollte die Batterie leer werden, muss in den meisten Fällen das Gerät ausgetauscht werden. Die Lebensdauer dieser Batterien liegt aber oft bei etwa fünf bis zehn Jahren. 

• Garantieleistung: Auf einen Rauchmelder, der sein Geld wert ist, sollte es eine entsprechende Garantie geben. Bei den meisten Meldern erstreckt sich die Garantie über den vollen Lebenszyklus der ersten Batterie. Diese Garantieleistungen kommen auch nicht von ungefähr. Rauchmelder sollen Sicherheit rund um die Uhr gewährleisten und eine Fehlfunktion könnte im falschen Moment schreckliche Folgen haben.

• Meldezuverlässigkeit: Wie zuverlässig und schnell reagiert der Rauchmelder? In dieser Hinsicht werden Rauchmelder von TÜV und Co. auf Herz und Nieren geprüft. Er sollte das CE-Kennzeichen und auf der Verpackung den Aufdruck „EN 14604“ verzeichnet haben. Hochwertige Melder erkennt man zudem daran, dass er mit einem Q gekennzeichnet ist.

Welche Konsequenzen drohen, wenn ich die Melder nicht einbaue?
Es wird nicht nachkontrolliert ob der Einbau getätigt wurde oder nicht.
Doch Nichtwissen schützt nicht!
Seit Einführung der Rauchmelder - Pflicht in NRW wird es unmöglich sein, zu behaupten Sie hätten nicht gewusst, dass es diese Pflicht gibt. In der heutigen Zeit  wird es immer schwieriger, etwas nicht zu wissen. Das wissen auch die Versicherungen.

Sollte es brennen und sich herausstellen, dass Rauchmelder unsachgemäß oder gar nicht angebracht waren, kann der Verantwortliche (Eigentümer, Vermieter) zur Rechenschaft gezogen werden und z.B. auf den Kosten sitzen bleiben. Im schlimmsten Fall können Ihm sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen. 
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